WINTERREISE

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00:00:08PUEDO escribir los versos más tristes esta noche.
00:00:13Escribir, por ejemplo:
00:00:23El viento de la noche gira en el cielo y canta.
00:00:29Puedo escribir los versos más tristes esta noche. Yo la quise, y a veces ella también me quiso.
00:00:41En las noches como ésta la tuve entre mis brazos.La besé tantas veces bajo el cielo infinito.
00:00:49Ella me quiso, a veces yo también la quería. Cómo no haber amado sus grandes ojos fijos.
00:01:02Puedo escribir los versos más tristes esta noche. Pensar que no la tengo. Sentir que la he perdido.
00:01:16Albert Guinovart, piano
00:01:381.- Gute Nacht Fremd bin ich eingezogen, Fremd zieh' ich wieder aus.
00:01:48Der Mai war mir gewogen Mit manchem Blumenstrauß.
00:01:59Das Mädchen sprach von Liebe, Die Mutter gar von Eh', -
00:02:10Das Mädchen sprach von Liebe, Die Mutter gar von Eh', -
00:02:21-PIANO-
00:02:27Nun ist die Welt so trübe, Der Weg gehüllt in Schnee.
00:02:37Nun ist die Welt so trübe, Der Weg gehüllt in Schnee.
00:02:49-PIANO-
00:03:04Ich kann zu meiner Reisen Nicht wählen mit der Zeit,
00:03:15Muß selbst den Weg mir weisen In dieser Dunkelheit.
00:03:26Es zieht ein Mondenschatten Als mein Gefährte mit,
00:03:37Es zieht ein Mondenschatten Als mein Gefährte mit,
00:03:48-PIANO-
00:03:54Und auf den weißen Matten Such' ich des Wildes Tritt.
00:04:04Und auf den weißen Matten Such' ich des Wildes Tritt.
00:04:15-PIANO-
00:04:30Was soll ich länger weilen, Daß man mich trieb hinaus?
00:04:40Laß irre Hunde heulen Vor ihres Herren Haus;
00:04:51Die Liebe liebt das Wandern - Gott hat sie so gemacht -
00:05:02Von einem zu dem andern. Gott hat sie so gemacht -
00:05:12-PIANO-
00:05:18Die Liebe liebt das Wandern - An dich hab Gute Nacht,
00:05:28Von einem zu dem andern. An dich hab Gute Nacht,
00:05:40-PIANO- Albert Guinovart
00:05:56Will dich im Traum nicht stören,
00:06:02Wär schad' um deine Ruh',
00:06:07Sollst meinem Tritt nicht hören -
00:06:13Sacht, sacht die Türe zu!
00:06:18Schreib' im Vorübergehen
00:06:24Ans Tor dir: Gute Nacht,
00:06:30Damit du mögest sehen,
00:06:36An dich hab' ich gedacht.
00:06:41-PIANO-
00:06:47Schreib' im Vorübergehen
00:06:52Ans Tor dir: Gute Nacht,
00:06:58Damit du mögest sehen, An dich hab' ich gedacht.
00:07:09An dich hab' ich gedacht.
00:07:16-PIANO- Albert Guinovart
00:07:54-PIANO- Albert Guinovart
00:08:05Der Wind spielt mit der Wetterfahne Auf meines Schönen Liebchens Haus.
00:08:15Da dacht ich schon in meinem Wähne Sie pfiff den armen Flüchtling aus.
00:08:23Er hätt' es eher bemerken sollen, Des Hauses aufgestecktes Schild,
00:08:31So hätt' er nimmer suchen wollen Im Haus ein treues Frauenbild.
00:08:38Der Wind spielt drinnen mit dem Herzen
00:08:47Wie auf dem Dach,
00:08:52nur nicht so laut.
00:08:57Was fragen sie nach meinen Schmerzen?
00:09:02Ihr Kind ist eine reiche Braut.
00:09:08Der Wind spielt drinnen mit dem Herzen
00:09:13Wie auf dem Dach,
00:09:19nur nicht so laut.
00:09:23Was fragen sie nach
00:09:27meinen Schmerzen?
00:09:29Was fragen sie nach meinen Schmerzen?
00:09:32Ihr Kind ist eine reiche Braut.
00:09:38-PIANO- Albert Guinovart
00:09:503.- Gefrorene Tränen
00:09:55-PIANO- Albert Guinovart. Anna Ponces
00:10:16Gefrorne Tropfen fallen Von meinen Wangen ab:
00:10:26Ob es mir denn entgangen, Daß ich geweinet hab'?
00:10:37Daß ich geweinet hab'?
00:10:52Ei Tränen, meine Tränen,
00:10:53Und seid ihr gar so lau,
00:11:03Daß ihr erstarrt zu Eise Wie kühler Morgentau?
00:11:14Und dringt doch aus der Quelle Der Brust so glühend heiß,
00:11:29Als wolltet ihr zerschmelzen Des ganzen Winters Eis!
00:11:39Des ganzen Winters Eis!
00:11:45Und dringt doch aus der Quelle
00:11:51Der Brust so glühend heiß,
00:11:57Als wolltet ihr zerschmelzen
00:12:02Des ganzen Winters Eis!
00:12:08Des ganzen Winters Eis!
00:12:14-PIANO- Albert Guinovart.
00:12:364.- Erstarrung -PIANO- Albert Guinovart.
00:12:46Ich such' im Schnee vergebens Nach ihrer Tritte Spur,
00:12:52Wo sie an meinem Arme Durchstrich die grüne Flur.
00:12:59Ich such' im Schnee vergebens Nach ihrer Tritte Spur,
00:13:05Wo sie an meinem Arme
00:13:08Durchstrich die grüne Flur.
00:13:11Ich will den Boden küssen, Durchdringen Eis und Schnee
00:13:19Mit meinem heißen Tränen,
00:13:23Bis ich die Erde seh'.
00:13:29Ich will den Boden küssen, Durchdringen Eis und Schnee
00:13:35Mit meinem heißen Tränen, Bis ich die Erde seh'.
00:13:45-PIANO.Albert Guinovart
00:13:51Wo find' ich eine Blüte, Wo find' ich grünes Gras?
00:13:58Die Blumen sind erstorben Der Rasen sieht so blaß.
00:14:04Die Blumen sind erstorben Der Rasen sieht so blaß.
00:14:11Wo find' ich eine Blüte,
00:14:14Wo find' ich grünes Gras?
00:14:19Soll denn kein Angedenken Ich nehmen mit von hier?
00:14:26Wenn meine Schmerzen schweigen, Wer sagt mir dann von ihr?
00:14:33Soll denn kein Angedenken Ich nehmen mit von hier?
00:14:39Wenn meine Schmerzen schweigen, Wer sagt mir dann von ihr?
00:14:47Mein Herz ist wie erstorben,
00:14:50Kalt starrt ihr Bild darin;
00:14:53Schmilzt je das Herz mir wieder,
00:14:57Fließt auch ihr Bild dahin!
00:15:03Mein Herz ist wie erstorben,
00:15:07Kalt starrt ihr Bild darin;
00:15:09Schmilzt je das Herz mir wieder,
00:15:14Fließt auch ihr Bild ihr Bild drahin!
00:15:22ihr Bild dahin.
00:15:27-PIANO- Albert Guinovart
00:15:465.- Der Lindenbaum
00:16:10Am Brunnen vor dem Tore
00:16:16Da steht ein Lindenbaum;
00:16:22Ich träumt in seinem Schatten
00:16:28So manchen süßen Traum.
00:16:34Ich schnitt in seine Rinde
00:16:40So manches liebe Wort;
00:16:46Es zog in Freud' und Leide
00:16:53Zu ihm mich immer fort.
00:16:59PIANO- Albert Guinovart
00:17:14Ich mußt' auch heute wandern
00:17:21Vorbei in tiefer Nacht,
00:17:27Da hab' ich noch im Dunkel
00:17:34Die Augen zugemacht.
00:17:42Und seine Zweige rauschten,
00:17:48Als riefen sie mir zu:
00:17:55Komm her zu mir, Geselle,
00:18:02Hier find'st du deine Ruh'!
00:18:15Die kalten Winde bliesen Mir grad ins Angesicht; Der Hut flog mir vom Kopfe, Ich wendete mich nicht.
00:18:49Nun bin ich manche Stunde Entfernt von jenem Ort, Und immer hör's ich's rauschen: Du fändest Ruhe dort!
00:19:18Nun bin ich manche Stunde Entfernt von jenem Ort, Und immer hör's ich's rauschen:
00:19:38Du fändest Ruhe dort!
00:19:46Du fändest Ruhe dort.
00:19:55-PIANO- Albert Guinovart
00:20:216. Wasserflut
00:20:40Manche Trän' aus meinen Augen Ist gefallen in den Schnee; Seine kalten Flocken saugen Durstig ein das heiße Weh.
00:21:19-PIANO- Albert Guinovart
00:21:35Wenn die Gräser sprossen wollen Weht daher ein lauer Wind, Und das Eis zerspringt in Schollen Und der weiche Schnee zerrinnt.
00:22:10Und der weiche Schnee zerrinnt.
00:22:36Schnee, du weißt von meinem Sehnen Sag', wohin doch geht dein Lauf? Folge nach nur meinen Tränen, Nimmt dich bald das Bächlein auf.
00:23:35Wirst mit ihm die Stadt durchziehen, Munt're Straßen ein und aus; Fühlst du meine Tränen glühen, Da ist meiner Liebsten Haus.
00:24:10Da ist meiner Liebsten Haus.
00:24:20-PIANO-
00:24:45-PIANO- 7. Auf dem Flusse
00:24:56Der du so lustig rauschtest, Du heller, wilder Fluß, Wie still bist du geworden, Gibst keinen Scheidegruß.
00:25:19Mit harter, starrer Rinde Hast du dich überdeckt, Liegst kalt und unbeweglich Im Sande ausgestreckt.
00:25:43In deine Decke grab' ich Mit einem spitzen Stein Den Namen meiner Liebchen Und Stund' und Tag hinein:
00:26:05Den Tag des ersten Grußes, Den Tag, an dem ich ging; Um Nam' und Zahlen windet Sich ein zerbroch'ner Ring.
00:26:36Mein Herz, in diesem Bache Erkennst du nun dein Bild? Ob's unter seiner Rinde Wohl auch so reißend schwillt?
00:27:05Wohl auch so reißend schwillt?
00:27:13Mein Herz,
00:27:18in diesem Bache
00:27:24Erkennst du nun dein Bild?
00:27:34Ob's unter seiner Rinde
00:27:39Wohl auch so reißend schwillt?
00:27:46Wohl auch so reißend schwillt? Wohl auch so reißend schwillt?
00:27:58-PIANO-
00:28:03-ACTRIZ- ANNA PONCES
00:28:13Te recuerdo como eras en el último otoño.
00:28:17Eras la boina gris y el corazón en calma.
00:28:22En tus ojos peleaban las llamas del crepúsculo.
00:28:26Y las hojas caían en el agua de tu alma.
00:28:31Apegada a mis brazos como una enredadera,
00:28:34las hojas recogían tu voz lenta y en calma.
00:28:38Hoguera de estupor donde mi voz ardía.
00:28:44Dulce jacinto azul doblado sobre mi alma.
00:28:52Siento viajar tus ojos y es distante el otoño
00:28:59boina gris, voz de pájaro y corazón de casa
00:29:03hacia donde emigraban mis profundos anhelos
00:29:08y caían mis besos alegres como brasas.
00:29:15-PIANO- 8. Rückblick
00:29:31Es brennt mir unter beiden Sohlen, Tret'ich auch schon auf Eis und Schnee,
00:29:36Ich möcht' nicht wieder Atem holen, Bis ich nicht mehr die Türme seh'.
00:29:41Hab' mich an jedem Stein gestoßen, So eilt' ich zu der Stadt hinaus; Die Krähen warfen Bäll'und Schlossen Aum meinen Hut von jedem Haus.
00:29:53Die Krähen warfen Bäll'und Schlossen Aum meinen Hut von jedem Haus.
00:30:02Wie anders hast du mich empfangen, Du Stadt der Unbeständigkeit! An deinen blanken Fenstern sangen Die Lerch' und Nachtigall im Streit.
00:30:20Die runden Lindenbäume blühten, Die klaren Rinnen rauschten hell, Und ach, zwei Mädchenaugen glühten Da war's gescheh'n um dich, Gesell!
00:30:36Und ach, zwei Mädchenaugen glühten Da war's gescheh'n um dich, Gesell!
00:30:46Kommt mir der Tag in die Gedanken, Möcht' ich noch einmal rückwärts seh'n
00:30:52Möcht' ich zurücke wieder wanken, Vor ihren Hause stille steh'n.
00:30:57Kommt mir der Tag in die Gedanken,
00:31:01Möcht' ich noch einmal rückwärts seh'n
00:31:04Möcht' ich zurücke wieder wanken,
00:31:07Vor ihren Hause stille steh'n.
00:31:09Möcht' ich zurücke wieder wanken,
00:31:13Vor ihren Hause stille steh'n
00:31:18Vor ihren Hause stille steh'n
00:31:359.- Irrlicht
00:31:37-PIANO-
00:31:51In die tiefsten Felsengruende Lockte mich ein Irrlicht hin:
00:32:07Wie ich einen Ausgang finde, Liegt nicht schwer mir in dem Sinn.
00:32:21Liegt nicht schwer mir in dem Sinn.
00:32:32Bin gewohnt das Irregehen, 's führt ja jeder Weg zum Ziel: Uns're Freuden, uns're Leiden, Alles eines Irrlichts Spiel!
00:33:03Alles eines Irrlichts Spiel!
00:33:17Durch des Bergstroms trock'ne Rinnen Wind' ich ruhig mich hinab, Jeder Sturm wird's Meer gewinnen, Jedes Leiden auch sein Grab.
00:33:50Jeder Sturm wird's Meer gewinnen, edes Leiden auch sein Grab.
00:34:17-PIANO- Albert Guinovart
00:34:3810. Rast
00:34:40-PIANO- Albert Guinovart
00:34:58Nun merk' ich erst, wie müd' ich bin, Da ich zur Ruh' mich lege:
00:35:13Das Wandern hielt mich munter hin Auf unwirtbarem Wege.
00:35:26Die Füße frugen nicht nach Rast, Es war zu kalt zum Stehen; Der Rücken fühlte keine Last, Der Sturm half fort mich wehen.
00:35:56Der Rücken fühlte keine Last,
00:36:05Der Sturm half fort mich wehen.
00:36:29In eines Koehler engem Haus Hab' Obdach ich gefunden; Doch meine Glieder ruh'n nicht aus:
00:36:51So brennen ihre Wunden. Auch du, mein Herz, in Kampf und Sturm So wild und so verwegen, Fühlst in der Still'erst deinen Wurm Mit heißem Stich sich regen!
00:37:30Fühlst in der Still'erst deinen Wurm Mit heißem Stich sich regen!
00:38:1211. Frühlingstraum
00:38:26Ich träumte von bunten Blumen, So wie sie wohl blühen im Mai; Ich träumte von grünen Wiesen, Von lustigem Vogelgeschrei.
00:38:41Von lustigem Vogelgeschrei.
00:38:47Und als die Hähne krähten, Da ward mein Auge wach; Da war es kalt und finster, Es schrien die Raben vom Dach.
00:38:58Da war es kalt und finster, Es schrien die Raben vom Dach.
00:39:14Doch an den Fensterscheiben, Wer malte die Blätter da?
00:39:27Doch an den Fensterscheiben, Wer malte die Blätter da?
00:39:41Ihr lacht wohl über den Träumer, Der Blumen im Winter sah?
00:39:56Der Blumen im Winter sah?
00:40:19Ich träumte von Lieb' und Liebe, Von einer schönen Maid, Von Herzen und von Küssen, Von Wonne und Seligkeit.
00:40:40Und als die Hähne kräten, Da ward mein Herze wach; Nun sitz ich hier alleine Und denke den Traume nach.
00:41:10Die Augen schliess' ich wieder, Noch schlägt das Herz so warm. Wann grünt ihr Blätter am Fenster? Wann halt'ich mein Liebchen im Arm?
00:41:56Wann halt'ich mein Liebchen im Arm?
00:42:2012.- Einsamkeit
00:42:38Wie eine trübe Wolke Durch heit're Lüfte geht, Wenn in der Tanne Wipfel Ein mattes Lüftchen weht:
00:43:03So zieh ich meine Straße Dahin mit trägem Fuß, Durch helles, frohes Leben, Einsam und ohne Gruß.
00:43:34Ach, daß die Luft so ruhig! Ach, daß die Welt so licht! Als noch die Stürme tobten, War ich so elend nicht.
00:44:12Ach, daß die Luft so ruhig! Ach, daß die Welt so licht!
00:44:29Als noch die Stürme tobten,
00:44:39War ich so elend so elend nicht.
00:45:0513. Die Post
00:45:09-PIANO- Albert Guinovart
00:45:18Von der Straße her ein Posthorn klingt Was hat es, daß es so hoch aufspringt Mein Herz?
00:45:29Was hat es, daß es so hoch aufspringt Mein Herz?
00:45:42Die Post bringt keinen Brief für dich. Was drängst du denn so wunderlich, Mein Herz? Mein Herz?
00:45:59Die Post bringt keinen Brief für dich. Mein Herz? Mein Herz?
00:46:05Was drängst du denn so wunderlich, Mein Herz? Mein Herz?
00:46:14-PIANO-
00:46:24Nun ja, die Post kommt aus der Stadt Wo ich ein liebes Liebchen hatt', Mein Herz!
00:46:36Wo ich ein liebes Liebchen hatt', Mein Herz! Mein Herz!
00:46:50Willst wohl einmal hinüberseh'n Und fragen, wie es dort mag geh'n, Mein Herz? Mein Herz?
00:47:08Willst wohl einmal hinüberseh'n, Mein Herz? Mein Herz?
00:47:15Und fragen, wie es dort mag geh'n, Mein Herz? Mein Herz?
00:47:3114. Der greise Kopf
00:47:32-ACTRIZ- Anna Ponces
00:47:32Mi deseo de ti fue el más terrible y corto, el más revuelto y ebrio, el más tirante y ávido.
00:47:42Cementerio de besos, aún hay fuego en tus tumbas, aún los racimos arden picoteados de pájaros.
00:47:52Oh la boca mordida, oh los besados miembros, oh los hambrientos dientes, oh los cuerpos trenzados.
00:48:04Oh la cópula loca de esperanza y esfuerzo en que nos anudamos y nos desesperamos.
00:48:12Y la ternura, leve como el agua y la harina. Y la palabra apenas comenzada en los labios.
00:48:26Ése fue mi destino y en él viajó mi anhelo, y en él cayó mi anhelo, todo en ti fue naufragio!
00:48:4214. Der greise Kopf
00:48:58Der Reif hatt' einen weißen Schein Mir übers Haar gestreuet;
00:49:23Da glaubt'ich schon ein Greis zu sein Und hab' mich sehr gefreuet.
00:49:45Doch bald ist er hinweg getaut, Hab' wieder schwarze Haare, Daß mir's vor meiner Jugend graut - Wie weit noch bis zur Bahre!
00:50:18Wie weit noch bis zur Bahre!, Wie weit noch bis zur Bahre!
00:50:33Vom Abendrot zum Morgenlicht Ward mancher Kopf zum Greise. Wer glaubt's? und meiner ward es nicht Auf dieser ganzen Reise!
00:51:4515. Die Krähe Eine Krähe war mit mir Aus der Stadt gezogen, Ist bis heute für und für Um mein Haupt geflogen.
00:53:5316.- Letzte Hoffnung Hie und da ist an den Bäumen Manches bunte Blatt zu seh'n, Und ich bleibe vor den Bäumen Oftmals in Gedanken steh'n.
00:54:23Schaue nach dem einen Blatte, Hänge meine Hoffnung dran; Spielt der Wind mit meinem Blatte, Zitt'r' ich, was ich zittern kann.
00:54:39Ach, und fällt das Blatt zu Boden, Fällt mit ihm die Hoffnung ab; Fall' ich selber mit zu Boden, Wein' auf meiner Hoffnung Grab.
00:55:5517.- Im Dorfe
00:56:15Es bellen die Hunde, es rascheln die Ketten Es schlafen die Menschen in ihren Betten, Träumen sich manches, was sie nicht haben Tun sich im Guten und Argen erlaben;
00:56:50Und morgen früh ist alles zerflossen. Je nun, sie haben ihr Teil genossen Und hoffen, was sie noch übrig ließen Doch wieder zu findet auf ihren Kissen
00:57:37Bellt mich nur fort, ihr wachen Hunde, Laßt mich nicht ruh'n in der Schlummerstunde! Ich bin zu Ende mit allen Träumen. Was will ich unter den Schläfern säumen?
00:58:57Es la mañana llena de tempestad en el corazón del verano.
00:59:06Como blancos pañuelos de adiós las nubes viajan, el viento las sacude con sus viajeras manos.
00:59:19Innumerable corazón del viento latiendo sobre nuestro silencio enamorado.
00:59:26Zumbando entre los árboles, orquestal y divino, como una lengua de guerras y de cantos.
00:59:38Viento que lleva en rápido robo la hojarasca y la desvía con los latidos de los pájaros.
00:59:49Viento que la derriba en ola sin espuma, en sustancia sin peso, y fuegos inclinados.
01:00:02Se rompe y se sumerge su volumen de besos combatido en la puerta del viento del verano.
01:00:1418. Der stürmische Morgen
01:00:21Wie hat der Sturm zerrissen Des Himmels graues Kleid! Die Wolkenfetzen flattern Umher im matten Streit.
01:00:35Und rote Feuerflammen Zieh'n zwischen ihnen hin; Das nenn' ich einen Morgen So recht nach meinem Sinn!
01:00:47Mein Herz sieht an dem Himmel Gemalt sein eig'nes Bild - Es ist nichts als der Winter, Der Winter, kalt und wild!
01:01:0519.- Täuschung
01:01:15Ein Licht tanzt freundlich vor mir her, Ich folg' ihm nach die Kreuz und Quer Ich folg' ihm gern und seh'n ihm an, Daß es verlockt den Wandersmann.
01:01:44Ach! wer wie ich so elend ist, Gibt gern sich hin der bunten list, Die hinter Eis und Nacht und Graus Ihm weist ein helles, warmes Haus. Und eine liebe Seele drin. - Nur Täuschung ist für mich Gewinn!
01:02:34Quejumbre, tempestad, remolino de furia,
01:02:42cruza encima de mi corazón, sin detenerte.
01:02:46Viento de los sepulcros acarrea, destroza, dispersa tu raíz soñolienta.
01:02:55Desarraiga los grandes árboles al otro lado de ella.
01:03:04Pero tú, clara niña, pregunta de humo, espiga.
01:03:15Era la que iba formando el viento con hojas iluminadas.
01:03:23Detrás de las montañas nocturnas, blanco lirio de incendio,
01:03:30allá nada puedo decir! Estaba hecha de todas las cosas.
01:03:40Ansiedad que partiste mi pecho a cuchillazos,
01:03:45es hora de seguir otro camino, donde ella no sonría.
01:03:51Tempestad que enterró las campanas, turbio revuelo de tormentas
01:04:02para qué tocarla ahora, para qué entristecerla.
01:04:09Ay seguir el camino que se aleja de todo,
01:04:14donde no está atajando la angustia, la muerte, el invierno,
01:04:24con sus ojos abiertos entre el rocío.
01:04:3220. Der Wegweiser
01:04:44Was vermeid' ich denn die Wege, Wo die ander'n Wand'rer gehn, Suche mir versteckte Stege Durch verschneite Felsen hoeh'n?
01:05:30Habe ja doch nichts begangen, Daß ich Menschen sollte scheu'n, - Welch ei törichtes Verlangen Treibt mich in die Wuestenei'n?
01:06:25Weiser stehen auf den Wegen, Weisen auf die Städte zu, Und ich wand're sonder Massen Ohne Ruh' und suche Ruh'.
01:07:12Einen Weiser seh' ich stehen Unverrueckt vor meinem Blick; Eine Straße muß ich gehen, Die noch keiner ging zurück.
01:08:4821.- Das Wirtshaus
01:09:23Auf einen Totenacker hat mich mein Weg gebracht; All hier will ich einkehren, hab' ich bei mir gedacht.
01:10:06Ihr grünen Totenkraenze könnt wohl die Zeichen sein, Die müde Wand'rer laden ins kühle Wirtshaus ein.
01:10:54Sind denn in diesem Hause die Kammern all' besetzt? Bin matt zum Niedersinken, bin tödlich schwer verletzt.
01:11:31O unbarmherz'ge Schenke, doch weisest du mich ab? Nun weiter denn, nur weiter, mein treuer Wanderstab!
01:12:3722.- Mut
01:12:42Fliegt der Schnee mir ins Gesicht, Schüttl' ich ihn herunter. Wenn mein Herz im Busen spricht, Sing' ich hell und munter.
01:13:04Höre nicht, was es mir sagt, Habe keine Ohren; Fühle nicht, was es mir klagt, Klagen ist für Toren.
01:13:22Lustig in die Welt hinein Gegen Wind und Wetter! Will kein Gott auf Erden sein, Sind wir selber Götter!
01:14:0523.- Die Nebensonnen
01:14:11Hemos perdido aun este crepúsculo.
01:14:16Nadie nos vio esta tarde con las manos unidas
01:14:22mientras la noche azul caía sobre el mundo.
01:14:26He visto desde mi ventana
01:14:30la fiesta del poniente en los cerros lejanos.
01:14:36Yo te recordaba con mi alma apretada de esa tristeza que tú me conoces.
01:14:46Entonces, dónde estabas tú?
01:14:50Entre qué gentes?
01:14:55Diciendo qué palabras?
01:14:58Por qué se me vendrá todo el amor de golpe
01:15:04cuando me siento lejos, te siento lejana?
01:15:36Drei Sonnen sah ich am Himmel steh'n, Hab' lang und fest sie angeseh'n; Und sie auch standen da so stier, Als wollten sie nicht weg von mir.
01:16:27Ach, meine Sonnen seid ihr nicht! Schaut ander'n doch ins Angesicht! Ja, neulich hatt' ich auch wohl drei; Nun sind hinab die besten zwei.
01:17:12Ging nur die dritt' erst hinterdrein! Im Dunkel wird mir wohler sein.
01:17:5924. Der Leiermann
01:18:24Drüben hinterm Dorfe steht ein Leiermann Und mit starren Fingern dreht er, was er kann. Barfuß auf dem Eise wankt er hin und her Und sein kleiner Teller bleibt ihm immer leer.
01:19:50Keiner mag ihn hören, keiner sieht ihn an, Und die Hunde knurren um den alten Mann. Und er läßt es gehen alles, wie es will Dreht und seine Leier steht ihm nimmer still.
01:21:19Wunderlicher Alter, soll ich mit dir geh'n? Willst zu meinen Liedern deine Leier dreh'n?
01:22:05Es la hora de partir, la dura y fría hora que la noche sujeta a todo horario.
01:22:16El cinturón ruidoso del mar ciñe la costa. Surgen frías estrellas, emigran negros pájaros.
01:22:34Abandonado como los muelles en el alba. Sólo la sombra trémula se retuerce en mis manos.
01:22:49Ah más allá del todo. Ah más allá del todo.
01:23:04Es la hora de partir. Oh abandonado!
01:23:15-aplausos-